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Ich teile gerne meine Erfahrungen mit Dir/mit euch.
Der regelmäßig erscheinende Newsletter wird von mir per email versandt,
schreib einfach an pferdemenschen@gmx.net!


Der Fasching ist bereits im vollen Gange und vielen Menschen ist es ein Bedürfnis, sich eine Maske aufzusetzen, mal in eine andere Rolle zu schlüpfen und eine neue Erfahrung zu machen.
Doch was, wenn Dir das Tragen einer Maske zur ständigen Gewohnheit wird und keiner mehr DICH, den Menschen dahinter, kennt? Was, wenn Du Dich nicht mehr hervortraust, weil Du Angst davor hast, wie denn Deine Umgebung auf DICH reagieren wird?

OHNE MASKE sein bedeutet AUTHENTISCH SEIN
Es bedeutet, dass Du es Dir erlaubst, so zu SEIN, wie Du bist!!!
Es bedeutet, dass Du Deine Gefühle wahrnimmst und danach handelst.
Es bedeutet, dass Du achtsam mit Dir und Deinen Bedürfnissen umgehst.
Es bedeutet, dass Du wahrhaftig an Dir selbst interessiert bist und
Dich um Dich kümmerst!!! Das ist eine Herausforderung.
Das geht nicht von heute auf morgen.
Aber es beginnt mit dem ersten Schritt!!!
Trau Dich!!!


Liebe Leserin, lieber Leser,
heute möchte ich mich dem Thema VERTRAUEN widmen. Gerade der Winter ist für viele von uns eine Herausforderung. Oft fällt es uns schwer, an die Kraft des Frühlings zu glauben, daran dass Kälte und Dunkelheit wirklich einen Sinn haben. Aber auch den Rückzug der Natur und eingeschränkte Möglichkeiten zur Aktivität auszuhalten.Wie kann VERTRAUEN INS LEBEN entstehen, wenn Depressionen, Burn-out oder Zukunftsängste unsere bedrückenden Begleiter sind? Diese Frage möchte ich mit einer Erfahrung aus meinem eigenen Leben beantworten. Ich arbeite bewusst mit Menschen und mit Pferden und Pferde sind – auch ohne sie zu reiten – wunderbare Begleiter und Unterstützer auf dem Weg zur Heilung unserer Seele:
  Als Kind litt ich sehr stark unter Ängsten. Ich hatte einen immer wiederkehrenden Alptraum. Ich fuhr mit meinem Bett durch die Lüfte und ich konnte es nicht kontrollieren, wo dieses Bett mit mir hinfliegt. Ich hatte große Angst!! Tief in mir drinnen steckte die Unfähigkeit darauf zu vertrauen, dass alles gut wird, sonst hätte ich diesen Traum nicht als Alptraum empfunden.
In meiner Kindheit gab es eine Fernsehserie aus Amerika, in der ein schwarzes Pferd vorkam, ich glaube sie hieß „Fury“. Folgendes Bild hat sich mir eingeprägt: zwei Kinder aus der Familie eines Tierarztes haben mit diesem schwarzen Pferd Abenteuer erlebt. Diese Kinder ritten ohne Sattel zu zweit auf diesem Pferd. Auch in den schnellen Gangarten Trab und Galopp. Und ich wünschte mir aus tiefstem Herzen, das auch zu können!
Ich selbst fand es im Reitunterricht schon mit Sattel ziemlich schwierig den Trab der Pferde auszusitzen. Was ich in dieser Fernsehserie sah, war für mich reiterlich das Nonplusultra: da sitzen zwei Kinder ohne Sattel auf dem Pferd und reiten dieses mühelos in allen Gangarten und fallen nicht herunter!
In meiner jahrelangen Arbeit mit den Pferden und im Zusammensein mit ihnen hat es natürlich immer wieder Situationen gegeben, wo gerade dieses Vertrauen gefragt war. Es war teilweise  mit heftigen oder schmerzhaften Erfahrungen verbunden. Ich habe bemerkt, dass diese letzte Bereitschaft, sich auf unkontrollierbare Situationen einzulassen, mir auch als Erwachsene große Probleme bereitet und bereitet hat. Ich war wenig abenteuerlustig, mir war Sicherheit sehr wichtig. Ich stellte mir oft die Frage: „Was ist, wenn mir etwas passiert? Was ist mit meinem Betrieb, wenn ich vom Pferd falle? Was ist, wenn ich so verletzt bin, dass ich nicht mehr in der Lage bin, meine Pferde zu versorgen, meinen Beruf auszuüben oder mein Geld damit zu verdienen?“ Den letzten Schritt ins Abenteuer habe ich tunlichst vermieden.
Messa war das letzte Pferd, das zu mir kam. Ich wollte kein weiteres Pferd kaufen, aber alles hat sich so gefügt, dass es mir unmöglich war, abzulehnen. Das Leben wollte es offenbar so für mich und ich akzeptierte es. Messa wurde von ihrem Vorbesitzer mit sehr viel Druck geritten. Jede Anspannung und jeden Versuch der Kontrolle meinerseits hat sie mit sehr viel Tempo beantwortet. Sie hat mir beigebracht, auf dem Pferd zu atmen. Trotzdem habe ich immer gezweifelt, ob dieses Pferd wirklich für mich bestimmt ist. Möglicherweise wäre ich bloß ein Übergang, bis der ‚richtige Mensch’ für sie auftauchen würde. Nun ist Messa schon ein paar Jahre bei mir und erst vor ein paar Wochen hatte ich eine Idee, was Messa denn von mir möchte. Meine Reaktion war:
„Das möchtest du jetzt nicht wirklich von mir. Das kann ich doch gar nicht! Dieser Preis ist mir zu hoch!“ Ihr Ansinnen war absurd: sie nämlich ohne Zügel, nur mit Halsring zu reiten. Ich hätte keine Möglichkeit, sie zu kontrollieren. Ich müsste ihr wirklich voll und ganz vertrauen, was mir bei ihrer Vorgeschichte unmöglich erschien.
Ich habe diesen Gedanken sofort ganz weit von mir weggeschoben. Messa hat das getan, was sie bis dahin auch immer getan hat. Sie hat sich in der Herde beschäftigt und hat gewartet. Sie hat solange gewartet, bis ich bereit war, diesen Schritt zu tun. Irgendwann habe ich gespürt:
„Heute ist der Tag, da bist du bereit, da kannst du diesen Schritt wagen!“ Ich habe sie gesattelt, habe ihr den Halsring umgelegt und ging mit ihr ins Viereck. Messa war geduldig mit mir.
„Nimm dir die Zeit, die du brauchst und du wirst sehen, was daraus entsteht.“ Ich stand lange vor ihr. Es war eine riesige Überwindung für mich, aufzusteigen. Ich schaffte es, weil ich meine große Angst anerkannte. Weil ich zuließ, dass mich diese Angst schüttelte, mit meinen Zähnen klapperte und mir den Magen zusammenzog. Als ich endlich oben saß, weinte ich. Ich war in Verbindung mit meiner Angst und mit all den körperlichen Problemen, die daraus entstanden. Ich ließ es zu, dass diese Angst mich berührte.
Doch plötzlich war dieses Bild aus meiner Kindheit wieder da: diese zwei Kinder auf dem schwarzen Pferd und ich wusste, hier geht es um Vertrauen. Wenn ich darauf vertrauen kann, dass das Leben/das Göttliche/das Universum mich trägt und nicht fallen lässt, dann kann ich auch darauf vertrauen, dass mein Pferd mich trägt! Ich atmete aus, ließ alle Bedenken los und gab Messa das Signal, vorwärts zu gehen.
Ich konnte sie mit den Halsring so fein lenken, wie es mir mit den Zügeln noch nie geglückt war. Messa trug den Kopf und Hals total entspannt, leckte und kaute und bot mir ihre Mitarbeit an. Es war, wie wenn sie zu mir sagen würde:
„Na siehst du! Geht doch! Was stellst Du dich denn so an?“ Das Glücksgefühl überwältigte mich! Wir hatten so eine vertrauensvolle Verbindung zueinander. In dem Moment spürte ich, wie eine seit meiner Kindheit offene Wunde meiner Seele heilte.
„Weil ich das kann, weil ich mein Pferd mit Halsring reiten kann, kann ich auch alle anderen Ängste, Sorgen und Bedenken, die ich so in meinem Leben habe, ‚reiten’“. Ich hatte plötzlich diese innere Gewissheit, dass mich das Leben genauso trägt, wie mich meine Stute getragen hat. Meine Angst hatte sich in Vertrauen gewandelt. Ohne die Möglichkeit einer Kontrolle, dafür voller Vertrauen in die Verbindung. Was für ein Glück zu spüren, dass ich das kann!!! Das Pferd trägt mich und das Leben trägt mich!


GESEGNETE WEIHNACHTEN – Das wünsche ich Dir …

Aus tiefstem Herzen wünsche ich Dir, dass Du dankbar sein kannst für die Fülle, den Reichtum, die Liebe und die Gesundheit in Deinem Leben.
Möge Dich das Leben auf all Deinen Wegen segnen.
Möge der Segensstrom in, durch und um Dich strahlen, funkeln und leuchten!!!

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FOKUS und AUFMERKSAMKEIT

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SONNWEND – Heuer steht die Sonne am 21. Dezember um 23:23 MEZ im Winterpunkt. Die Zeit der immer kürzer werdenden Tage ist nun vorbei, die Sonne hat den Wendepunkt erreicht und nun geht es wieder aufwärts, die Tage werden wieder länger. „Zu Weihnachten um einen Flohhuster, zu Neujahr um einen Hirschensprung und zu Lichtmeß um a ganze Stund.“ So hört man es in meiner steirischen Heimat.

Jahrzehntelang war die zunehmende Dunkelheit im Herbst und Winter für mich äußerst deprimierend, ich fühlte mich ihr und der Kälte ausgeliefert. Mein Verstand wusste, nach dem Winter kommt wieder der Frühling, aber meine Aufmerksamkeit galt mehr dem Nebel, den schlechten Straßenverhältnissen, einfach dem MANGEL an Licht, Wärme und Sonne. Schon zur Sommersonnenwende konnte ich jammern, dass die Tage nun schon wieder kürzer werden.

In den letzten Jahren hat sich mein FOKUS verändert. Meine Aufmerksamkeit gilt nun der FÜLLE in meinem Leben. Jeden Tag finde ich etwas, womit ich mich beschenkt fühle!!! Und siehe da, der späte Herbst und beginnende Winter ist für mich gar nicht mehr schlimm zu ertragen. Bis ich mich umschaue, ist SONNENWEND da und ich war noch keinen einzigen Tag deprimiert!!

Ich lade Dich deshalb ein, Deine Aufmerksamkeit auf das zu richten, womit Dich das Leben beschenkt und die Fülle des Lebens zu genießen!!!


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Was ich von meinen Pferden über AUFEINANDER ZUGEHEN gelernt habe: freundlich anfragen, ob die Gesellschaft erwünscht ist – die Grenzen des anderen achten – die eigenen Grenzen wahrnehmen – Raum teilen – Gefühle wahrhaftig zeigen – seine eigenen Beweggründe hinterfragen – nicht so tun als ob – Zurückweisung nicht persönlich nehmen – einmal scheitern bedeutet nicht immer scheitern – dem Augenblick folgen…


Sicher hast auch Du schon Erlebnisse gehabt, die Dein Leben auf den Kopf stellten. Entscheidungen gefällt, wonach sich plötzlich alles anders angefühlt hat. Ich spreche von den BESONDEREN MOMENTEN, die unser Leben verändern. Heute habe ich ein paar dieser Momente für Dich gesammelt:

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Ein BESONDERER AUGENBLICK, den ich mit Dir teilen möchte: Wenn Menschen authentisch und im Hier und Jetzt angekommen sind, werden sie Teil der PFERDEHERDE. Dann entsteht Raum für VERTRAUEN, dann legen sich Pferde in fremder Umgebung einfach hin, obwohl – oder gerade deshalb – hundert völlig unbekannte Menschen mit ihnen diesen Raum teilen. Es war ein Moment der großen Stille und der inneren Berührtheit.

So geschehen mit der Herde von Maike Steiner beim diesjährigen Horse&Spirit-Festival in Heimsheim/Stuttgart, bei dem ich auch mit zwei Workshops vertreten war.

Noch ein BESONDERES EREIGNIS in meinem Leben: MEIN BUCH IST VERÖFFENTLICHT! In „Der wahre Reitlehrer ist das Pferd“ biete ich jede Menge Inspirationen für eine glückliche Partnerschaft mit dem Pferd. Die Themen sind vielfältig und reichen vom Lösen reiterlicher Probleme bis zum Meistern von Lebenskrisen. Es ist keine Gebrauchsanweisung im Sinne von „wenn – dann“. Vielmehr beschreibe ich aus ganzheitlicher Sicht, wie sich Pferde von Reittieren zu Reit- und Lebenslehrern verwandeln.

„DER WAHRE REITLEHRER IST DAS PFERD“ von Waltraud R. Schögler
Verlag Tredition, ISBN 978-3-7469-6283-2, € 14,95
Bestellung hier: https://tredition.de/publish-books/?books/ID106035/Der-wahre-Reitlehrer-ist-das-Pferd

buch cover

 

IMG_3119 Was mich meine Pferde über MENSCHEN lehren:

Pferde sind das energetische Abbild der Menschen, die mit ihnen in Kontakt treten oder treten wollen. Die diesjährige Ausbildungsgruppe für Heldenreisen-mit-Pferden von Ulrike Dietmann zieht meine Pferde magisch an. Sie fühlen sich als gleichwertige Berater, sie suchen deren Nähe ohne deren Grenzen zu überschreiten und sie baden in deren harmonischer, authentischer Energie. Sie kreieren Schaubilder, um die Gefühlsprozesse sichtbar zu machen. Sie berühren gezielt Körperstellen der Menschen, um auf Blockaden und Lösungen aufmerksam zu machen. Sie verlassen ihr Futter, um mit den Menschen Verbindung zu erleben. Wenn all das passiert, dann sind Menschen Teil der Pferdeherde und das ist eine besondere Erfahrung!!!

 

Festival 2018 Plakat

Auch ich bin heuer wieder mit zwei Workshop’s dabei:
Bewusst reiten – der wahre Reitlehrer ist das Pferd
Bewusst leben – begegne deinem Inneren Heiler

 

DSC00167-1 Begegnungen in der PfERDEhERDE – Die fürsorgliche Energie in einer PfERDEhERDE erdet uns, sie bringt uns in Kontakt mit den Kräften der Natur. Sie lässt uns spüren, dass auch wir nicht alleine sind auf der Welt, dass wir einer MenschenhERDE angehören, die für uns sorgt, uns schützt und nährt. In der Pferdeherde hat jedes Pferd seinen Platz, es wird wertgeschätzt und ist Teil eines großen Ganzen. Wachsamkeit, Fürsorge, Nahrung und Schutz prägen das Leben in der Herde. Wenn wir uns als Teil dieser Herde empfinden, entstehen ganz besondere Begegnungen.

20180714_152525-1 Was mich meine Pferde über HINGABE lehren:

Die Unwetterwand schiebt sich immer bedrohlicher näher und näher. Das Grün des Waldes wirkt giftig und schwarz steht die Wolkenwand dahinter. Der Wind frischt immer mehr auf, wird böig und zerrt an Mähne und Schweif. Ich beobachte meine Pferde, während ich selbst immer unruhiger werde. So ein Unwetter kann ja jede Menge Schaden anrichten. Ich räume alles zusammen, was nicht niet-und nagelfest ist und bringe es unter Dach in Sicherheit. Meine Pferde stehen noch immer auf der Weide und fressen ungerührt. Ich denke: „Wie können die nur ans Fressen denken, wenn doch das Unwetter mit Blitz, Donner und Hagel naht!“ Ich beobachte sie weiterhin und plötzlich erkenne ich: das Unwetter kommt, egal ob sie fressen oder nicht. Vielleicht zieht es auch vorbei. Meine Pferde geben sich dem Leben hin, egal was kommt. Sie leben im Hier und Jetzt, fressen, weil gerade fressen dran ist. Und wenn das Unwetter kommt, werden sie die Kruppe gegen den Wind drehen und den Regen an sich abprasseln lassen. Sie tun das, was notwendig ist, ohne sich vorher schon Sorgen zu machen.  Sie vertrauen darauf, dass das Leben es gut mit ihnen meint. Das ist HINGABE ans Leben pur.

 

Was mich meine Pferde über die LIEBE lehren:

Wenn Pferde lieben, dann tun sie es mit einem großen Herzen. Sie tun es ohne Bedingungen, ohne „wenn … dann …“, sie nehmen mich so, wie ich bin. Meine (vermeintlichen) Fehler und Schwächen inklusive. Vorausgesetzt, ich komme nicht mit meinen Bedingungen zu ihnen. Pferde urteilen nicht über mich – aber kann ich ihnen auch begegnen, ohne ein Urteil über sie zu fällen? Zu klein, zu dick, zuwenig Leistung, nicht reitbar, zu abweisend, zu ängstlich, usw… Pferde lieben trotzdem.

Ich erwarte, dass die mir von Menschen entgegengebrachte Liebe bedingungslos ist, aber kann ich das auch zurückgeben? Kann ich meine Mitmenschen einfach nur so sein lassen, wie sie sind, oder möchte ich sie zur Liebe manipulieren? Ist es wirklich Liebe oder versuche ich nur, meine eigenen, egoistischen Bedürfnisse zu befriedigen?

Pferde leben authentische Beziehungen . untereinander und mit uns. Sie zeigen uns, wenn wir wahrhaftig und absichtslos sind. Sie stülpen uns ihre Liebe nicht über, sie bieten sie an und schenken sie uns.

Die Pferde lehren mich, über meine Bedingungen hinauszuwachsen und zu lieben um der Liebe willen. Für sie zählt meine Präsenz, meine Authentizität, mein Bewusstsein über meine Absichten und Gefühle. In diesem SEIN finde ich die Liebe.

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