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Das Horse & Spirit – Festival 2019:

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Auch heuer hat sich wieder gezeigt, dass eine Heldenreise-mit-Pferden eine wunderbare Möglichkeit ist, über sich hinauszuwachsen.
Angela und ich kennen uns schon einige Jahre, sie ist – wie ich – Heldenreise-mit-Pferden-Trainerin. Sie lebt mit mehreren Pferden auf ihrem Hof, reitet diese jedoch nicht. „Bei dir möchte ich gerne Reitunterricht nehmen“, sagte sie mir bei jedem unserer Treffen. Doch es scheiterte entweder an der Entfernung oder an der benötigten Zeit oder daran, dass die Tochter noch zu klein sei. Dieses Jahr trafen wir uns am Festival und als sie erfuhr, dass ich für meinen Workshop „Der wahre Reitlehrer ist das Pferd“ noch jemanden suche, der sich seinen Ängsten stellen möchte, zeigte sie spontan auf.
Im Roundpen erzählte sie vor Publikum ihre Geschichte und dass sie große Hemmungen hat, sich aufs Pferd zu setzen. Die Vorstellung, dass sie wieder herunterfallen und/oder sich verletzen könnte, setzte ihr ziemlich zu. Es ginge noch, wenn sich das Pferd nicht bewegen würde, aber auf einem stehenden Pferd zu sitzen ist nicht gleichbedeutend mit reiten.
Die Annäherung am Boden an Fuego, das Pferd, das mir Maike Steiner für diesen Workshop zur Verfügung gestellt hat, klappte problemlos. Als es jedoch um die Vorstellung ging, auf das Pferd zu steigen und es zu reiten, stieg Angela’s Aufgeregtheit. Behutsam näherten wir uns dieser Herausforderung an.

Ich lud sie ein, ihre Angst vor möglichen Verletzungen wahrzunehmen, sie als Informationsquelle zu sehen, die sie ja auch schützt. Langsam näherten wir uns Fuego an, bis sie schließlich mit ihren Händen in Kontakt mit seinem Körper war. Fuego ging ein paar Schritte von ihr weg und sagte zu mir: „der will ja gar nicht geritten werden!“ Eine typische Ausweichreaktion, denn tatsächlich war sie in dem Moment im Zweifel, ob sie diesen Schritt wagen konnte.
Deshalb fragte ich sie, was sie denn braucht, um tatsächlich aufsteigen zu können. „Sicherheit“ war ihre Antwort. Wir vereinbarten, dass Maike das Pferd führen und ich neben Angela hergehen würde. Es war ihr wichtig, dass sie jederzeit die Möglichkeit hätte, uns und die Vorwärtsbewegung auf Zuruf zu stoppen.

Nachdem diese wichtige Vertrauensfrage geklärt war, konnte Angela sich wieder Fuego nähern und schließlich aufs Pferd schwingen. Es gab keinen Zweifel und Fuego stand still. Angela entschied selbst über den Zeitpunkt und die Richtung des Losgehens und befand nach ein paar Schritten „das ist schon ein wackelige Angelegenheit!“. Der sichere Rahmen, den Maike, Fuego und ich ihr boten, verhalf ihr jedoch zu genug Mut, um sich der Bewegung des Pferdes hinzugeben. Es bewirkte außerdem auch eine große emotionale Berührtheit in ihr – den Moment der Bewußtheit darüber, welcher Herausforderung sie sich gestellt hatte und was ihr gelungen war!!!
Auch die Zuschauer hatten dies wahrgenommen und ich bin sicher, jede/r konnte für sich etwas aus dieser geteilten Erfahrung mitnehmen.
Danke Angela für Deinen Mut. Danke Maike und Fuego für eure Aufmerksamkeit und Authentizität!